Gedanken zu ADHS 01-2026
Das Jahr hat begonnen. Die guten Vorsätze sind da und teilweise auch schon wieder dabei zu verschwimmen und zu verschwinden.
Mein Vorsatz ist es noch, hier regelmäßig etwas in meinem Blog zu schreiben.
Regelmäßig?
Regelmäßig kann auch einmal im Jahr sein.
Wird mir immer genug einfallen?
Einfälle sind bei ADHS nicht das Problem. Was ist das Problem?
Wer ADHS hat, kennt die Antwort.
Die Schwierigkeit ist, vor lauter Ideen zur Aktion zu kommen. Ist es wirklich nur das? Welche Idee nehme ich? Ist die Idee gut? Nehme ich lieber die andere? Wann setze ich es um, wie setze ich es um?
Und wenn man lange genug hin und her überlegt hat, ist man so erschöpft, dass man aufhört und es auf ein anderes Mal verschiebt. Außerdem sind da wieder viele andere Ideen und Aufgaben, man geht nach links und bevor man weiterkommt, überlegt man doch, nach rechts zu gehen. Oder? Nach oben? Nach unten, hin und her.
Ich wollte hier etwas über ADHS schreiben. Was war noch mal meine Idee? Was mache ich den gerade?
Ich schreibe die ganze Zeit über ADHS. Stimmt, Was ich ursprünglich schreiben wollte, habe ich allerdings vergessen.
Ist es überhaupt wichtig, ob man ADHS hat oder nicht? Gibt es das überhaupt?
Wichtig ist … Was ist wichtig? Zufriedenheit? Durchaus. Zufrieden ist man, wenn das, was man vorhat, funktioniert, oder?
Naja, zumindest gehört das mit dazu. Dafür ist es gut zu wissen, was man tun muss und wie man es am besten tut. Die Hintergründe verstehen, sich verstehen.
Jetzt sind wir doch wieder bei ADHS. Denn gerade bei Menschen mit ADHS ist es fast ausnahmslos so, dass ihr Verhalten auf andere Art interpretiert wird, als sie es selbst sehen. Das, was man ihnen unterstellt, ist nicht das, was sie beabsichtigen, und auch nicht der eigentliche Grund.
Was ich meine? Ganz einfach: Unkonzentriert sein bedeutet nicht, keine Lust zu haben und die Sache nicht ernst zu nehmen. Zappeln, abschweifen und nicht zuhören, heißt nicht, dass man respektlos, frech und schlecht erzogen ist.
In meinem Buch ADHS kann man hierzu ganz viel lesen und anschließend sich – wenn man ADHS hat – oder die anderen – wenn man keines hat – besser verstehen.